
Europa, Italien, östlicher Veneto: Lido di Jesolo
Also: was macht man, wenn man nur 7-10 Tage ausspannen möchte und nicht so weit wegfahren will? Man fährt nach Italien und zwar ans Meer, damit man sich auch ausruhen kann. Da bietet sich natürlich die Adria an, jedenfalls dann, wenn keine Algenplage zu erwarten ist!
Ausgesucht haben wir uns diesmal das Villaggio Turistico Adriatico, weil es den alten Campingplatz Lido Adriatico nicht mehr gibt (wir waren da, wir haben's gesehen). Das Villaggio Turistico Adriatico liegt nördlich von Lido die Jesolo, also in Richtung Cortellazzo direkt am Meer. Da die Campingplätze in Italien und insbesondere an der Adria immer etwas teurer sind, haben wir (in der Nebensaison) 17 € für den Stellplatz und 5 € p.P. und Nacht bezahlt. Aber der Platz ist gut, sauber, liegt am Meer und man kann abends mit dem Rad bis nach Lido di Jesolo fahren.
Das Foto zeigt den Weg, vom Campingplatz durch die Düne zum Meer:

Und damit wir das Meer schnellstens erreichen konnten, haben wir unser Lager gleich am Zaun aufgeschlagen (Leider wurde der Zugang zum Meer von 22-7 Uhr abgeschlossen).

Abends sind wir dann auch gleich losgedüst, um unser
Verpflegungsgeld "Eis" auszugeben.
Als beste Eisdiele in Lido di Jesolo ist nach aufwendigen Recherchen
(insgesamt gab es 2 vorhergehende Untersuchungs-Stichproben-Hörnchen) die
Eisdiele Dolce Cono.

Neben der Verpflichtung ein Eis zu essen, kann man auch
sehr schön bummeln bzw. shoppen. Die Promenade ist ja schließlich 8 Kilometer
lang. Wir haben festgestellt, dass sich der Ort Jesolo bzw. Lido di Jesolo in
Ihrem Image zu einer gepflegteren Touristen-Region gewandelt haben und noch
wandeln wollen.
Vieles wurde renoviert, neu errichtet und verschönert und einige Bauvorhaben
sind noch in vollstem Gange. Die meisten, der früheren Ramsch-Läden und "billiger-billiger"-Geschäfte
sind verschwunden. Dafür kann man modische Geschäfte und Outlets finden und in
verschiedensten Restaurants gemütlich essen.

Am nächsten Morgen gab es dann wieder colazione: un doppio für beide, Croissants e panini. Aber vor dem Frühstück ging es jeden Morgen erstmal ab in's Meer. Wenn man schon mal so dicht dran wohnt!

So, nun zum Sinn der Reise: Ausruhen am Strand (riposarsi sulla spiaggia). Anmerkung für's nächste Jahr: Piz Buin Anti Allergie nicht vergessen, damit man auch mal aus dem Schatten kann! Diese Windschutzmuschel-Zelte sind gar nicht schlecht!

Nach der Anstrengung am Strand dann erstmal was vernünftiges essen: Salat, Nudeln mit Muschelsoße, Olivenöl, Balsomico-Essig... und ein importiertes Bier.

Nach dem Essen konnte man aber auch mal zum Meer gehen und die Füße ins Wasser halten oder Minigolfen:

Und statt an den Strand zu gehen konnte man z.B. auch mal nach Treviso fahren:


Und dann am Abend mal wieder über die Promenade. Aber dann etwas weiter hinten anfangen... damit man auch alles sieht!

Und eines morgens um 7 Uhr: ältere Österreicherinnen vor unserem Stellplatz, schimpfend und fluchend! Wieso fragt sich derjenige, der einen leichten Schlaf hat? Ach, das Tor nicht pünktlich aufgeschlossen ... Was soll der Aufstand? Frage ich mich noch und gucke aus dem Fenster:
Oh, Ah, wie schön.... Also wackele ich los, gehe erstmal pinkeln und schnappe mir dann den Fotoapparat, damit ich's später Coci zeigen kann:




Und am letzten Morgen haben wir es uns dann gemeinsam angeschaut, der Bully war schon gepackt, nur wir mussten noch rein:

Fazit:
Also, ausruhen kann man sich am Meer wohl besser als zu Hause und das Eis schmeckt auch viel besser!




