Direkter Augenkontakt macht sympathisch - so jedenfalls behaupten es britische Forscher. Bei der Aufnahme und Bewertung sozialer Kontakte spielt der Blick ins Auge durch einen attraktiven Menschen eine entscheidende Rolle, weil eine bestimmte Großhirn-Region immer dann aktiviert wird. Attraktivität allein ruft dort noch keine Reaktion hervor. (Quelle: Nature)

Meeresschildkröten orientieren sich im Nordatlantik mittels magnetischer Felder. Deutsche und tschechische Forscher haben einen ähnlichen inneren Kompass jetzt auch bei afrikanischen Ratten entdeckt, die in totaler Dunkelheit unter der Erde leben. Nervenzellen im Gehirn reagieren auf magnetische Felder und lassen so eine Landkarte der Umwelt entstehen, die eine Orientierung ermöglicht. (Quelle: Science)

Forscher in Südafrika haben in einer Höhle 70 000 Jahre alten Lippenstift aufgestöbert. Hergestellt ist er aus rotem Ocker. Die bisher ältesten bekannten Zeugnisse der menschlichen Frühkultur entstanden vor rund 50 000 Jahren. (Quelle: New Scientist)

Männer mit Glatze haben vielleicht noch eine Chance: Amerikanische Forscher haben herausgefunden, wie das Haarausfall-Gen wirkt: ein Eiweißmolekül steuert über die gleiche Andockstelle den Haarwuchs, an den auch das Schilddrüsenhormon ansetzt. Eine Gentherapie gibt es aber dennoch nicht - noch nicht. (Quelle: Eurekalert)

Werden von langsamdrehenden Windkraftanlagen auf den Rotoren Insekten aufgenommen, so führt dies bei anschließendem Starkwind zu einer deutlichen Verringerung der Leistung der Anlage. Wissenschaftler sind diesem Phänomen auf die Spur gekommen, weil der Leistungsverlust jahreszeitabhängig und nur dann auftritt, wenn dem Starkwind eine Periode mit ausgesprochen lauem Lüftchen voraus geht. (Quelle: Nature)

Pflanzen können erkennen, wenn sie von einem Schädling befallen werden - aber sie können auch erkennen, welcher Schädling versucht, sie anzunagen.
Wenn Schädlinge an einer Pflanze zu nagen beginnen, produziert sie in ihren Wurzeln Gift, das sich über die gesamte Pflanze verteilt. Das Gift wird jedoch nicht gebildet, wenn die Pflanze am Speichel oder dem Fraßmuster des Schädlings erkennt, dass dieser resistent ist. In einem solchen Fall können die Pflanzen Duftstoffe bilden, die über die Blätter abgegeben werden. Damit werden Nachbarpflanzen gewarnt und Insekten herbei gelockt, die die Raupen fressen. (Quelle: Financial Times Deutschland, 05.07.01)